03.07.2026
Sommerbergschule beim Bundeswettbewerb „Eine Welt für alle“ ausgezeichnet
Große Freude an der Sommerbergschule: Sie wurde beim bundesweiten Wettbewerb „Eine Welt für alle“ als Preisträger ausgezeichnet. Mit ihrem langjährigen Engagement in den Bereichen Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen überzeugte sie die Jury. Die Preisverleihung fand am 23. Juni in Berlin statt.Der Ehrung ging ein aufwendiges Bewerbungsverfahren voraus. Die Lehrerinnen des Eine-Welt-Teams, Eva Lauby und Katharina Pritschow, erstellten neben einem ausführlichen Fragebogen eine umfangreiche Projektdokumentation und einen Bewerbungsfilm, in dem auch Schülerinnen und Schüler ihre Projekte vorstellten. Anschließend überzeugte sich ein Vertreter von Engagement Global bei einem Schulbesuch davon, dass die Angaben der Bewerbung im Schulalltag tatsächlich gelebt werden. Ein professionelles Filmteam begleitete daraufhin die Schule und dokumentierte ihre vielfältige Bildungsarbeit.
Im Mittelpunkt des Schulkonzepts stehen drei Schwerpunkte: Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung als Naturparkschule sowie Globales Lernen. Ausschlaggebend für die Auszeichnung war, dass diese Bereiche fest im Schulalltag verankert sind und sich wie ein roter Faden durch alle vier Grundschuljahre ziehen.
Bereits ab Klasse 1 übernehmen die Kinder Verantwortung im Klassenrat und Schulparlament. Als Naturparkschule erleben sie Umweltbildung praxisnah, beispielsweise in der Schulimkerei, an Hochbeeten oder bei Waldtagen. Viele dieser Projekte gelingen durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, etwa den Landfrauen Buchenbach, dem Tännlehof, dem Naturpark Südschwarzwald oder dem Förster.
Ein prägender Bestandteil des Schulprofils ist die langjährige Partnerschaft mit der Albergue in Mollendo (Peru). Im Rahmen des Globalen Lernens setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie Kinderrechten, Armut und Fairem Handel auseinander. Höhepunkt ist der jährlich stattfindende Perutag mit anschließendem Ostermarkt, dessen Erlös der Partnereinrichtung zugutekommt. Die Jury würdigte insbesondere die gelebte Demokratiebildung und die intensive Partnerschaft mit Peru, die sie als Herzstück der Bewerbung bezeichnete.
Den feierlichen Höhepunkt bildete die Preisverleihung in Berlin. Dort nahmen Schulleiter Marcus Hain sowie die Lehrerinnen des Eine-Welt-Teams, Eva Lauby und Katharina Pritschow, die Auszeichnung stellvertretend für die gesamte Schulgemeinschaft entgegen. Überreicht wurde der Preis von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan. Der Wettbewerbspreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Besonders bewegend war die Premiere des im Vorfeld entstandenen Films über die Sommerbergschule, der den Gästen einen Einblick in die vielfältigen Projekte und das besondere Schulprofil bot. Der Film ist inzwischen auf der Internetseite des Wettbewerbs veröffentlicht.
„Die Auszeichnung ist für uns eine große Anerkennung und Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich das Eine-Welt-Team der Sommerbergschule. „Sie zeigt uns, dass wir Kinder auf einem guten Weg dabei begleiten, Verantwortung für sich, andere und unsere Welt zu übernehmen.“
Die Sommerbergschule versteht die Auszeichnung zugleich als Anerkennung für die vielen Menschen und Institutionen, die ihre Bildungsarbeit seit Jahren unterstützen. Die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Buchenbach, regionalen Partnern, Vereinen und außerschulischen Lernorten trägt wesentlich dazu bei, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulalltag lebendig werden kann.
Link zum Video: https://www.eineweltfueralle.de/der-schulwettbewer b-zur-entwicklungspolitik/vergangene-runden-des-sc hulwettbewerbs-zur-entwicklungspolitik/impressione n-zum-schulwettbewerb-2025-2026/gewinnerschulen-ka tegorie-5
Foto: Lena Lange
